Heike Michel    

Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen. Johann Wolfgang von Goethe

Mein Name ist Heike Michel

und ich durfte in den vergangenen Jahren erfahren, dass das Leben

 voller Wendungen steckt manche schwer, andere

 wundervoll. Nach meiner Brustkrebserkrankung im Jahr 2017 durfte

 ich einen neuen Weg einschlagen und meine wahre Berufung finden: als Onkolotsin sowie als

psychoonkologische Beraterin und Begleiterin. Heute arbeite ich hauptberuflich als

Arbeitspädagogin und begleite Jugendliche auf ihrem Weg ins Leben. Doch mein Weg ist noch lange

 nicht zu Ende – ich freue mich darauf, mich weiterhin weiterzuentwickeln und neue Perspektiven zu

 entdecken.


Mein Wendepunkt

Im August 2017 erhielt ich die Diagnose Brustkrebs. Von einem Moment auf den anderen stand mein

Leben auf dem Kopf. Es folgten Operationen, Chemotherapie, Bestrahlungen und eine

 Antihormontherapie – eine Zeit, die mich körperlich und emotional an meine Grenzen brachte.

Wie viele andere Betroffene habe ich erlebt, wie eine solche Diagnose den Boden unter den Füßen

wegziehen kann. Gleichzeitig hat mich diese Erfahrung aber auch wachsen lassen. Mein Blick

 auf das Leben und auf mich selbst hat sich komplett verändert. Heute weiß ich: Jede Geschichte ist

 einzigartig – genauso wie der Weg, den wir gehen.

Ein Satz, der mich seither begleitet, lautet: „Das Leben kann man nicht üben.“


Für andere da sein

Nach meiner eigenen Krankheitsgeschichte war für mich klar, dass ich etwas zurückgeben wollte. 2020

 begann ich deshalb meine Ausbildung zur Notfallseelsorgerin beim Evangelischen Dekanat

 Biedenkopf-Gladenbach. Seitdem bin ich ehrenamtlich bei der  tätig. Menschen in den

schwierigsten Momenten ihres Lebens zu begleiten, gibt mir das Gefühl, etwas Sinnvolles tun zu können.

 

Im selben Jahr absolvierte ich die Ausbildung zur psychoonkologischen Beraterin und

 Begleiterin am Institut Kompetenz meets Bildung von Andrea Heckmann. Im Februar 2021

 folgte die Zertifizierung zur Onkolotsin bei der Sächsischen Krebsgesellschaft. Seitdem

 unterstütze ich Menschen mit einer Krebserkrankung dabei, wieder Orientierung und Halt zu finden.


 


Mein ehrenamtliches Engagement

2021 wurde ich Teil des Vereins Pro Mater Sano e.V., der krebskranke Mütter

 mit Babys oder Kleinkindern unterstützt. Zu sehen, wie viel Stärke diese Frauen

 trotz ihrer Erkrankung aufbringen, berührt mich immer wieder aufs Neue.

 

Zusätzlich engagiere ich mich bei der Frauenselbsthilfe Krebs. Meine Weiterbildung als

Selbsthilfe-Coach (FSH), die ich Ende 2022 abgeschlossen habe, hilft mir dabei, Betroffene in ihrem

 Alltag und ihrer Selbstfürsorge zu stärken.


 

Ein Leben voller Lernen

Für mich bedeutet das Leben, sich stetig weiterzuentwickeln. Deshalb habe ich in den letzten Jahren

 viele Weiterbildungen abgeschlossen, um Menschen noch besser begleiten zu können:

  • Juni 2022: Weiterbildung in Palliative Care an der MAPS Marburger Akademie für Pflege- und Sozialberufe.
  • Mai 2023: Abschluss als Arbeitspädagogin und geprüfte Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung (gFAB) bei der IHK Gießen-Friedberg.
  • Januar 2025: Zertifizierung zur Seminarleiterin für Waldbaden, Stille & Naturtherapie bei der Akademie für Sinnhaftigkeit von Christian Arzberger.

Darüber hinaus besuche ich regelmäßig Schulungen und Fortbildungen, um meine Kenntnisse auf dem

 neuesten Stand zu halten und immer wieder neue Impulse für meine Arbeit zu gewinnen.


Mut machen und Hoffnung schenken

Ich glaube daran, dass jede Krise auch eine Chance ist, etwas Neues zu entdecken – in der Welt

 und in uns selbst. Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte, und jede Geschichte verdient

 Respekt und Wertschätzung. 

 


Als Mutmacherin bin ich stolz darauf, bei den Mutmach-Produkten mitzuwirken. Es ist

 eine Herzensangelegenheit für mich, anderen Zuversicht zu geben und sie auf ihrem

Weg zu stärken. Gemeinsam können wir oft mehr erreichen, als wir glauben.

 Und wenn ich mit meiner Erfahrung einen kleinen Beitrag dazu leisten kann, macht mich das

 zutiefst dankbar. 




 

Wenn du gerade eine schwere
Zeit durchmachen musst,
dann bedenke bitte folgendes:
Deine jetzige Situation ist nicht
das Ende deiner Reise.
Es kommen noch so viele schöne Tage,
die dir wieder ein Lächeln ins
Gesicht zaubern werden.